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Handballerinnen des TuS Komet Arsten präsentieren starke Zugänge
- 07.06.2010
Drittliga-Aufstieg erklärtes Ziel
‘Wir wollen so schnell wie möglich wieder hoch’, gibt der Arster Trainer Marc Winter die Marschroute für die kommende Spielzeit aus. ‘Und was geht schneller, als sofort wieder aufzusteigen?’ Kühle Kalkulation oder schwindender Realitätssinn? Für Marc Winter ist seine Vorgabe eine logische Konsequenz: ‘Hätte es nicht die Ligareform mit den vermehrten Absteigern gegeben, dann wären wir in der dritten Liga geblieben’, stellt er fest. ‘Und da sich der Oberliga-Meister HSG Hude/Falkenburg für den Aufstieg entschieden hat und wir zugleich personell nachgelegt haben, kommt für uns kein anderes Saisonziel infrage’, glaubt er, frei nach dem Vereinsnamen, an eine kometenhafte Rückkehr in die dritte Liga.
Personell hat der Regionalliga-Absteiger in der Tat noch einmal draufgesattelt. ‘Quantitativ genauso wie qualitativ’, wie Marc Winter betont, der seine Mannschaft damit ‘noch stärker als in der Regionalliga-Saison’ einschätzt und der bis auf Kira Jager und Inga Heinrich alle Spielerinnen halten konnte. Die hochkarätigste Novizin, an der Spielklasse gemessen, ist derweil die 19-jährige Linksaußen Marie Josephin Mücke, die vom Regionalligisten SV Wacker Osterwald zum Titelkandidaten wechselt und in Bremen den Polizeidienst antreten wird. Vom Landesliga-Absteiger HSG Cluvenhagen/Langwedel stößt mit Merle Horstmann eine erfahrene Torfrau zu den Südbremerinnen, die bereits früher beim TV Oyten Regionalliga-Erfahrung gesammelt hat.
Für die Entlastung der Routiniers Esther Batke und Sandra Winter soll wiederum Marie-Christin Kaiser sorgen, die beim Kreisoberligisten TuS Rotenburg in den vergangenen beiden Spielzeiten rund zehn Tore pro Partie geworfen hat und in Arsten auf die Spielmacherrolle umgeschult werden soll. ‘Ich sehe sie als Kopf des Teams’, blickt Marc Winter voraus, der sich außerdem noch die Dienste von Imke Nübel, Rückraumspielerin des Oberliga-Aufsteigers TSV Altenwalde, gesichert hat. Hinzu kommen noch Inga Dürr und Jana Schumacher vom Oberliga-Absteiger TS Woltmershausen.
‘Im Rückraum habe ich damit überhaupt keine Probleme mehr’, ist der Arster Trainer überzeugt, der mit zwei weiteren Spielerinnen noch ‘in konkreten Gesprächen’ steht. Bei beiden hängt die Zusage jedoch noch von beruflichen und studienbedingten Umständen ab. Schließlich ist auch noch die Kreisläuferin Nicole Lindner rechtzeitig wieder von ihrer einjährigen Zwangspause (Schulterverletzung) genesen, so dass die zuletzt stark spielende Birte Kruse wieder fest in den Rückraum zurückkehren kann.
Doch was hilft das alles, wenn dazu das nötige Kleingeld für Reisekosten, Spielbetrieb und vieles mehr fehlt? Das soll ab sofort über den Freundeskreis ‘Handball mit Visionen’ eingesammelt werden. Neben Winter wollen vor allem die Teammanager Oliver Sebastian und Matthias Verdonck die Klinken bei den mittelständischen Arster Betrieben putzen, damit das Ziel dritte Liga verwirklicht werden kann.
Hochkarätiges Vorbereitungsturnier
Höheren Ansprüchen genügt dabei auf alle Fälle schon einmal das eigene Vorbereitungsturnier am 28. August in der TuS Komet-Halle, in der sich neben dem Zweitligisten TV Oyten auch noch die Drittligisten TuS Nettelstedt, SV Wacker Osterwald und VfL Stade ein Stelldichein geben werden. Die Arster Verbandsliga-Männer erwarten einen Tag später, am 29. August, an gleicher Stätte die Oberligisten ATSV Habenhausen und SV Aue Liebenau sowie den Verbandsligisten TSV Daverden zum vorsaisonalen Cup, dessen Name ebenso wie bei den Frauen noch vermarktet werden soll.
Los geht’s im Punktspielbetrieb für die Arster Frauen schließlich mit zwei Krachern: Zunächst zuhause gegen den Vierten SFN Vechta, dann auswärts beim Vizemeister TV Oyten II. ‘Danach werden wir genau wissen, wo wir stehen und was uns in der Oberliga erwartet’, ist Marc Winter überzeugt.
(Quelle: Weser Kurier)




