Eine enorme Entwicklung
Handballer fühlen sich im Sand wohl

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Tom Deicke läuft zum Saisonhöhepunkt gleich zweimal persönliche Bestleistung über 400m Hürden und wird im Finale hervorragender 4.
…“Wenn du es schaffst, bei der DM Bestzeit zu laufen, hast du alles richtig gemacht“, lobte BLT-Trainer Jens Ellrott seinen Schützling. Der 18-Jährige hatte in dieser Saison seine Bestzeit bereits um mehr als zwei Sekunden auf 55,14 verbessert, bevor er in Rostock ein perfektes Wochenende feierte: Mit 55,03 Sekunden qualifizierte er sich am Sonnabend im Halbfinale als Vierter für den Endlauf, in dem er tags darauf erstmals unter 55 Sekunden blieb. „Und das, obwohl er morgens ziemlich angezählt wirkte“, sagte Ellrott, „eine derartige Belastung mit zwei Rennen in kurzer Zeit kannte er bislang nicht.“
Tom Deicke war als Sechster der deutschen Rangliste zur DM gefahren, nun schnupperte er sogar an einer Medaille. „Vom Rhythmus her war es ein perfekter Lauf“, sagte Ellrott. Deicke lag nach der achten von zehn Hürden an zweiter Stelle, bevor Jan-Lukas Schröder (TV Viktoria Dielheim/53,77) und Angelos Tsimopoulos (LAZ Ludwigsburg/54,73) noch am nachlassenden Bremer vorbeizogen. Der durfte auf seine 54,88 Sekunden trotzdem stolz sein. „Tom hat keine Medaille verloren, sondern Platz vier gewonnen“, sagte Ellrott, der während der DM-Vorbereitung mit Deicke seine alten Trainingspläne hervorgeholt hatte, mit denen er 2008 und 2009 Jonna Tilgner über die 400 Meter Hürden zu zwei deutschen Meistertiteln geführt hatte.

Jörg Niemeyer (Auszug Weser Kurier)

Dass Fenja Schäfer in Rostock am Start stand, glich einem kleinen Wunder. Fenja hatte seit dem ersten Wettkampf Mitte Mai, in dem sie mit 12,33sec auf Anhieb Bestleistung und DM-Norm lief, Probleme in der linken hinteren Oberschenkelmuskulatur. Da es sich um keine strukturelle Verletzung handelte, sondern die Ursache eine nervale Fehlansteuerung war, war an maximales Sprinten in den letzten zwei Monaten nicht zu denken. „Wir haben unglaublich viel Stabi gemacht, waren zum Aquatraining im Wasser und haben an der Lauftechnik gearbeitet. Anfang Juli haben wir dann den nächsten Wettkampf gewagt, um zu entscheiden, ob ein Start bei den Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften überhaupt Sinn machen würde“, sagt Trainer Jens Ellrott. Völlig überraschend lief Fenja in Zeven bis auf eine Hundertstelsekunde an ihre Bestleistung aus dem Mai heran. Eine Woche später bei den Norddeutschen Meisterschaften sprintete die 19-Jährige dann mit 12,25sec noch überraschender ins Finale und dort auf Platz 6.
In Rostock lief es dann leider nicht wie erhofft. Fenja sprintete bei leichtem Gegenwind 12,47 Sekunden und wurde 7. ihres Vorlaufs und insgesamt 23.

Jens Ellrott

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