Neues Reha-Sportangebot bei Osteoporose
"Rot-Weiße-Nacht" nur mit 2G

Bremen. Anno 1250 wurde mit der Erbauung der St.-Johannes-Kirche der Ortskern von Arsten gelegt, dem heutigen Ortsteil des Stadtteils Obervieland. Ausgehend von dem alten Kirchdorf wird den Handballerinnen und Handballer des TuS Komet Arsten mittlerweile bundesweit große Aufmerksamkeit zuteil und besonders im Jugendbereich haben sich die unter dem Spitznamen „Kometen“ seit der Fusion der beiden Vereine TuS Arsten und VfB Komet Bremen im Jahr 2006 einen klangvollen Namen gemacht. Vorläufiger Höhepunkt dieser überaus erfolgreichen Arbeit war die Qualifikation der weiblichen A-Jugend für die Bundesliga.

In allen Altersklassen sind die jungen „Kometen“ bei Jungen und Mädchen mit mindestens zwei Mannschaften in den verschiedenen Ligen vertreten, lediglich die männliche A-Jugend genießt unter Trainer Torben Müseler in der Oberliga noch ein Alleinstellungsmerkmal. „Wir sind der einzige Verein in Bremen und umzu, der in allen Jahrgängen von der C- bis zur A-Jugend sowohl bei den Mädels als auch bei den Jungs mit der jeweils ersten Mannschaft in der höchsten Spielklasse antritt“, verdeutlicht TuS-Trainerin Marina Albers – zuletzt gemeinsam mit Ehemann Marc verantwortlich für die weibliche Bundesliga-Jugend, die ihren kurzen Ausflug an die Spitze des Jugend-Handballs „unheimlich genossen“ hätten, wie die Trainerin versichert.

Gelebt wird die Philosophie „Wir sind Handball, und zwar für Jeden“ in Arsten von allen Beteiligten, ganz gleich, ob Funktionär, Trainer, Spieler oder Eltern. Wie einst das berühmte kleine gallische Dorf, das dem römischen Kaiser so erbitterten Widerstand leistete, kommen auch die „Kometen“ über einen innigen Zusammenhalt und einen nimmermüden Einsatz für den Verein. Insgesamt ein Dutzend Trainerinnen und Trainer betreuen die Kinder und Jugendlichen in den einzelnen Teams, alle haben eine Lizenz und sind sich auch ihrer Vorbildrolle bewusst. „Natürlich legen wir in unserem bunten Stadtteil den Fokus zunächst auf den Breitensport“, betont Marina Albers, „aber wir bieten ein hervorragendes Jugendkonzept für den Leistungssport sind damit erfolgreich, was uns besonders stolz macht.“

Stolz macht den kommissarischen Abteilungsleiter Thorsten Uhlenberg (Vorgänger Per Theilig musste den Posten aus beruflichen Gründen abgeben) auch der Saisonverlauf der Nachwuchs-Handballerinnen und -Handballer. Die weibliche B-Jugend unter dem Trainer-Tandem Tanja und Per Theilig sowie Athletik-Trainer Jens Ellrott steht an der Tabellenspitze der Oberliga West, nach dem Abstieg aus der Bundesliga rangiert die weibliche A-Jugend in der Oberliga Südost derzeit auf Rang drei. Die ersten Teams der männlichen und weiblichen E-Jugend, aber auch der D-Jugend spielen in der Bremenliga und die zweiten Mannschaften treten jeweils in der Stadtliga an. „Dieses Paket kann kein anderer Verein in der näheren Umgebung bieten, „ verdeutlicht Marina Albers, „wir sind nicht nur qualitativ sehr erfolgreich, sondern auch quantitativ sehr gut und breit aufgestellt.“

Die weibliche C-Jugend der „Kometen“ hatte in der Oberliga einen schweren Start und musste gleich gegen die Top-Teams aus Buxtehude und Hannover-Badenstedt sowie gegen den ewigen Stadtrivalen vom SV Werder Bremen ran. „In allen Spielen hatten sie leider das Nachsehen“, berichtet Marina Albers, „freuen sich aber auf die nächsten Spiele trotz der knapp 2 000 Kilometer, die sie dafür zurück legen müssen.“

Nicht ganz zufrieden ist Trainer Torben Müseler mit dem Saisonstart der männlichen A-Jugend – was allerdings weniger mit dem Auftreten der Spieler zu tun hatte als mit den Resultaten: Trotz engagierter Leistungen verloren die „Kometen“ alle Partien denkbar knapp und stehen zur Zeit am Tabellenende.

In der Oberliga West präsentiert sich die männliche B-Jugend unter Trainer Stefan Heldt neben dem HC Bremen und dem ATSV Habenhausen als Vierter ebenfalls in tadelloser Verfassung. Auch die männliche C-Jugend unter dem Trainertandem Sandra Gräfe und Christian Kelle dürfte sich in der Oberliga Nord über einen 40:33-Erfolg über Stadtrivale ATSV Habenhausen freuen und liegt als Tabellenvierter in unmittelbarer Tuchfühlung auf Liga-Primus VfL Horneburg. Den Grundstein für den späteren Erfolg im Jugendbereich legen die Arster Verantwortlichen bereits in ganz jungen Jahren: Bereits im Alter von vier Jahren können Mädchen und Jungen Handball spielen.

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 04.11.2021.

Komet-Jugend beendet Bundesliga-Kapitel mit 25:40
Minis beim Turnier in Findorff