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Für Arstens Lisa-Marie Jarzembowski ist die Saison nach dem 29:28 gegen Hastedt bereits beendet …

Schwere Verletzung überschattet Derbysieg –

Christian Markwort 28.09.2017 …

Lisa-Marie Jarzembowski

Die schwere Verletzung von Lisa-Marie Jarzembowski (am Ball) überschattete den Arster Derbysieg. (frei)

Bei einer Karambolage weit weg von Tor und Ball kollidierte Arstens beste Werferin Lisa-Marie Jarzembowski mit einer Gegenspielerin. Beide Frauen stürzten zu Boden, Jarzembowski landete unten – und die Gegnerin fiel unglücklich auf das Knie der TuS-Angreiferin. Der laute Schmerzensschrei sei sämtlichen Umstehenden direkt in die Knochen gefahren, erklärte ein sichtlich geschockter TuS-Trainer Torsten Uhlenberg, „anschließend war die voll besetzte Halle mucksmäuschenstill“.

Lisa-Marie Jarzembowski

Sofort wurde die Spielerin ins Krankenhaus gefahren, nach ersten Erkenntnissen soll es sich um eine schwere Fraktur im Oberschenkel handeln, befürchtet wird zudem ein Kreuzbandriss im Knie. „Damit ist die Saison für Lisa gelaufen“, teilte Uhlenberg mit, „das ist für uns natürlich ein schwerer Rückschlag, da unser Kader ohnehin  schon sehr klein ist.“ Bis zu der  Verletzung der Arsterin war diese in einem überaus ausgeglichenen Lokalderby die beste Werferin ihrer Mannschaft, mit ihren sieben Toren trug Jarzembowski maßgeblich zum knappen Erfolg bei.

Während sich beide Angriffsreihen über die vollen 60 Minuten unermüdlich ein Duell auf Augenhöhe lieferten, konnten sich sowohl die Abwehrspielerinnen als auch alle eingesetzten Torfrauen beider Teams nur selten erfolgreich in Szenen setzen. „Wir hätten unsere vielen Tempogegenstöße deutlich ruhiger und konsequenter zu Ende führen müssen“, bemängelte Arstens Trainer, der (gemeinsam mit Marc Albers) erst seit wenigen Tagen als Nachfolger für  Svenja Schultz im Amt ist. „Wir befinden uns derzeit noch in einem Findungsprozess“, so Uhlenberg, „da kommt diese schlimme Verletzung von Lisa natürlich zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt für uns alle.“

Bei den Gästen präsentierte sich Kapitänin Lisa Becker (acht Tore) als beste Werferin, bei Arsten überzeugte neben Lisa-Marie Jarzembowski vor allen Dingen die A-Juniorin Nathalie Meinke (4/2), die nach dem Ausfall der Top-Angreiferin nun deutlich mehr Spielzeit bekommen werde, wie Uhlenberg erläuterte. Gleiches gelte auch für die Arster Nachwuchshoffnung Janna Meyer, die ebenfalls nun stärker gefordert sei, wie der Trainer betonte.

Nachdem Arstens Pia Frank mit ihrem Treffer zum 11:6 für Arsten den höchsten Abstand zweier in etwa gleich starker Teams erzielt hatte (13.), stellten Lisa Becker und Theresa Mähr binnen weniger Minuten den Anschluss her, kurz vor der Pause gelang Melina Frank der Ausgleich (27.). Anschließend gingen die Gäste sogar durch Jana Kießling erstmals in Führung, die allerdings Sekunden vor der Halbzeitsirene von Stefanie Segieth und Nathlie Meinke wieder zugunsten der Gastgeberinnen gedreht wurde. Arstens Kapitänin Christin Meyer eröffnete den Torreigen in der zweiten Hälfte und läutete eine temporeiche Halbzeit ein, in der beide Teams Handball auf hohem Niveau präsentierten. Als Jarzembowski zum 28:24 traf (54.), stellten die Gäste während einer letzten Auszeit  auf eingangs beschriebene Manndeckung um und trafen im Anschluss gleich dreimal in Folge.

Mit ihrem letzten Treffer legte dann allerdings erneut Jarzembowski den Grundstein für den knappen Erfolg, der angesichts der schlimmen Szenen danach allerdings nur noch von marginaler Bedeutung war. „Wir wünschen Lisa alles Gute“, ließ Hastedts verhinderter Trainer Niko Wachowiak ausrichten, für den TuS Komet Arsten kommt nun die vierwöchige Spielpause gerade zur rechten Zeit: „Wir müssen zunächst den Schock verdauen“, konstatierte Torsten Uhlenberg, „danach werden wir die Mannschaft neu zusammenstellen und hoffen, dass Lisas Verletzung vielleicht doch nicht ganz so gravierend ist und sie bald wieder für uns spielen kann.“

TuS Komet Arsten: Malin Kahle; Jarzembowski (7), Segieth (3), Meinke (4/2), Frank (1), Dieckmann, Groen (3), Koch (2), Meyer (4), Fenja Schultz (4), Meyer, Mirja Kahle (1), Kasch.

SG HC Bremen/Hastedt: Loeffler, Theresa Mähr (4/1), Kelm (3), Hagedorn (2), Marlena Mähr, Frank (3), Lagemann (3/2), Lisa Becker (8), Burmeister, Kießling (2), Annika Becker, Abeldt, Brünjes (2), Ahlers (1).

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