TuS Komet Arsten verkauft sich achtbar
Allgemeine Mitgliederversammlung

Handballerinnen feiern Platz zwei

Bremen. Nach dem Ausrutscher des HC Bremen in Altenwalde hatten die Handballerinnen des TuS Komet Arsten im letzten Saisonspiel in der Landesliga Nord  die große Chance, die Saison mit dem Sprung auf den zweiten Tabellenplatz doch noch zu einem versöhnlichen Ende führen zu können – und das Team von TuS-Trainer Malte Rogoll packte die Chance beim Schopf und setzte sich zwar glanzlos, aber dennoch verdient mit 23:20 (11:12) bei der HSG Delmenhorst durch. „Im Fußball würde man von einem Sommerkick sprechen“, berichtete Rogoll nach Spielende, „das Spiel plätscherte so vor sich hin und wir haben eine schlechte erste Halbzeit gezeigt.“

Tatsächlich taten sich die Gäste in den ersten 30 Minuten überraschend schwer und fanden im Angriff zu selten die richtige Lösung. Auch in der Abwehr fanden die Gastgeberinnen regelmäßig die Lücke zum Torerfolg und gingen zur Pause mit einem Treffer Vorsprung in die Kabine. „In unserem Angriff fehlte einfach das nötige Tempo“, haderte der Trainer, „und hinten haben wir viel zu viele Gegentreffer kassiert.“

Angeführt von der wieder einmal bärenstarken Laura Gatzka (zwölf Tore/fünf Siebenmeter) kamen die Arsterinnen im zweiten Durchgang dann jedoch sofort ins Spiel und setzten sich in einer hart umkämpften Begegnung schließlich vorentscheidend auf vier Tore ab (19:15/48. Spielminute). „Wir haben eine komplett andere Körpersprache gezeigt“, lobte Rogoll, „waren viel bissiger und zielstrebiger und haben am Ende dann auch verdient gewonnen.“ Hatte Delmenhorst die TuS-Abwehr im ersten Durchgang mit langen Ballstafetten noch müde zu spielen versucht, verteidigten die Bremerinnen nun deutlich kompromissloser und kamen über schnelle Tempogegenstöße zu einfachen Toren. „Es war für die Spielerinnen nicht immer einfach, die Ruhe zu bewahren“, erläuterte der zufriedene Trainer, „das haben sie aber in der zweiten Halbzeit hervorragend gemeistert.“ Zwar habe es sein Team versäumt, das Spiel früher für sich zu entscheiden, bilanzierte Rogoll, „trotzdem bin ich mit der zweiten Halbzeit sehr zufrieden, es war für uns ein versöhnlicher Saisonabschluss mit drei Siegen in nur acht Tagen.“

TuS Komet Arsten: Rieger, Zurkuhle; Abbes, Brockhoff, A. Lampe, C. Meyer, Warschewski, L. Lampe (1), Meierhöfer (1), Meinke (1), J. Meyer (2/2), Evers (3), Segieth (3), Gatzka (12/5).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 19.05.22.
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