"Fass micht nicht an!"


Satzungauszug des TuS Komet Arsten e.V.
§ 2 Zweck des Vereins
1) Zweck des Vereins sind die Förderung des Sports sowie die sportliche Betätigung seiner
Mitglieder in Sport, Gesundheit und Spiel.
2) Der Verein will die Jugend in besonderen Umfang fördern.
3) Der Verein versteht sich als verbindendes Element zwischen Nationalitäten,
Kulturen, Religionen und sozialen Schichten. Er bietet Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen, unabhängig des Geschlechts, der Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, des
Glaubens, der sozialen Stellung oder sexueller Identität, eine sportliche Heimat.
4) Der Verein und seine Mitglieder fühlen sich im Besonderen dem Gedanken der
sportlichen Fairness, der Achtsamkeit und des Respekts sowie der Toleranz gegenüber den
Menschen verpflichtet. Sie verurteilen jede Form von Gewalt, unabhängig davon, ob sie
körperlich, seelisch oder insbesondere sexualisiert ist.
§ 14 Schutz der Jugend
1) Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor verbaler, körperlicher und
sexualisierter Gewalt hat im Verein nach §2 höchsten Stellenwert. Der Verein verfolgt die
Kultur der Prävention, des Hinsehens und der Aufklärung.
2) Um mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu dürfen, müssen die Betreuer*in,
Übungsleiter*in und Trainer*in ein erweitertes Führungszeugnis bei der Abteilungsleitung
und der Geschäftsstelle vorzeigen. Sie unterzeichnen und folgen dem Ehrenkodex der
Bremer Sportjugend.
3) Alle Betreuer*innen, Übungsleiter*innen, Trainer*innen, die im Kinder- und
Jugendtraining tätig sind, verpflichtet sich, alle vier Jahre an einer Fortbildung zu diesem
Themenkreis teilzunehmen und die Teilnahmebescheinigung in der Geschäftsstelle
einzureichen.
4) Der Verein richtet eine zentrale Kontaktstelle für Meldungen von Vorfällen ein. Diese
besteht aus qualifizierten Personen beider Geschlechter. Die Mitglieder der Kontaktstelle
werden vom Erweiterten Vorstand ernannt. Die Namen und Kontaktinformationen werden
auf der Homepage und durch Aushang veröffentlicht.
…ist eine Initiative der Sportvereine gegen sexuelle Übergriffe
Es geschieht alltäglich vor unseren Augen und bleibt uns doch zu oft verborgen: Gewalt und Missbrauch gegen Kinder und Jugendliche in der Familie, Schulen und auch in Sportvereinen. Allzu lange war es ein Tabu, dieses Phänomen wahrzunehmen; aber einer zunehmenden Sensibilität in unserer Gesellschaft ist es zu verdanken, dass dieses Problem in den Blickpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt ist.
Auch der Landessportbund und seine Vereine wollen sich dieser Herausforderung stellen. Es wurde ein umfangreiches Maßnahmenkonzept erarbeitet, mit dem eine Kultur der Aufmerksamkeit gefördert werden soll:
- eine spezielle Ausbildung der Übungsleiter zum Thema sexuelle Übergriffe im Sport
- eine Informationsbroschüre für Kinder und Jugendliche
- ein Ehrenkodex für die Übungsleiter, in dem sie versichern, neben der Achtung der Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen auf jede Form von Gewalt zu verzichten und das Recht auf körperliche und sexuelle Unversehrtheit zu achten
- die Bitte an alle Übungsleiter, ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen
- Benennung von Ansprechpartnern im Verein für die Kinder und Jugendlichen und Eltern
Wir alle, denen Kinder und Jugendliche anvertraut sind, haben die Aufgabe, sie in ihrer Wehrlosigkeit zu schützen, sensibel zu sein für die Signale, die sie aussenden, dadurch sexuelle Übergriffe und Gewalt schon im Vorfeld zu verhindern und damit Prävention im ureigensten Sinn zu betreiben.
Darum der Appell an die Eltern und Übungsleiter: Zeigen Sie Interesse an den Kindern, haben Sie ein offenes Ohr für ihre Probleme. Achten Sie auf die stillen Signale, auf Stimmungsschwankungen. Manchmal können Opfer noch nicht in Worte fassen, was ihnen widerfahren ist.
Und für die Kinder und Jugendlichen: Sagt Nein, wenn Euch einer zu nahe kommt. Habt den Mut, Euch zu wehren; niemand darf Euch mit Worten oder Taten wehe tun! Habt Vertrauen, Eure Eltern oder Abteilungsleiter oder die Ansprechpartner im Verein anzusprechen. Sich Hilfe holen und darüber reden ist mutig und kein Verrat!
Als Ansprechpartner im Verein steht zur Verfügung:
- Dr. med. Bernward Fröhlingsdorf
Kinder-und Jugendarzt
2.Vorsitzender, Tel. 824101
Absolute Vertraulichkeit ist selbstverständlich!!!